Wie kommen Ihre Familie und Freunde mit Ihren „schreiberischen“ Gepflogenheiten zurecht?

 

> Bestens! Sie lieben mich!“
Claudia Schmid

> Vorsichtig wie ich bin, frage ich sie nicht.
Rainer Walter

Einige Autoren und Autorinnen haben das Glück, uneingeschränkt von ihren Familien und Freunden unterstützt zu werden, viele andere antworten mit einem Augenzwinkern auf diese Frage:
„Die Familie? Sie hat sich daran gewöhnt. Es blieb ihr nichts anderes übrig.“ Oder wie es Walle Sayer formuliert: „Wir haben uns eingespielt.“

> Meine Frau wünscht sich schon, dass ich weniger vor dem Laptop sitze, andererseits versuche ich lange Schreibphasen auszugleichen, indem ich mehr Zeit mit der Familie verbringe.
Thomas Kowa – Thriller, Krimi, Humor

> Meine Lebenspartnerin hat sich daran gewöhnen müssen, dass ich nachts später zu Bett gehe.
Jochen Kelter – Lyrik, erzählende Prosa, Essays, Kolumnen

> In der Entstehungsphase eines neuen Romans, bei mir eine Mischung aus Krimi- und Familiendrama, muss ich mich zusammenreißen, um sozial verträglich zu sein. Danach geht es meistens besser.
Su Turhan – Drehbuch, Kriminalroman, Kurzgeschichten

> Meine Familie hatte ein bisschen Mühe, wenn ich mich zurückzog und nicht angesprochen werden wollte. Es gab da einige Kämpfe und – mein schlechtes Gewissen. Immer die Frage: Darf ich mich zurückziehen oder nicht? Am meisten half mir mein Egoismus, dieses: Ich kann nicht anders, ich MUSS schreiben. Schliesslich nahm ich mir ein Zimmer und schwirrte schon in aller Herrgottsfrühe ab.
Regine Malka Mehmann Schafer – Romane, Kurzgeschichten

>Ich kann ziemlich abwesend und einsilbig sein, wenn ich voll in der Geschichte stecke.
Daniel Badraun – Kriminalromane, Kinderbücher

> Darüber hinaus fällt es der Umwelt manchmal schwer, zu begreifen, dass es wirklich echte Arbeit ist, was ich mache – auch wenn ich nicht morgens das Haus verlasse. Und dass mein Gehirn beinahe rund um die Uhr arbeitet, auch wenn ich gerade nicht auf meiner Tastatur tippe.
Brenda Stumpf – Kriminalromane, , humorvolle Frauenromane und Sachbücher

> Meine Enkelinnen (11 und 9 Jahre) sind mächtig stolz und wollen auch schreiben. Und das tun sie auch.
Renate Axt – Lyrik, Prosa, Kinderbücher, Drehbuch, Hörspiel, Theaterstücke

> Parfois incrédulité et rejet, mais pour la plupart: acceptation, encouragements et avec le temps, fierté. (Manchmal Ungläubigkeit und Ablehnung, aber meistens Akzeptanz, Ermutigung und mit der Zeit Stolz; rea)
Loretta Verna – Romane, Prosa

> Mein Mann ruft nur manchmal rauf: „Du musst auch mal entspannen!“ Ich ruf dann zurück: „Ja, gleich!“ 
Angeline Bauer – Historische und Gegenwartsromane, Kurzkrimis, Sachbücher, Reiseführer

> Das Schreiben ertragen sie als bittere Notwendigkeit eher recht und schlecht. Das Reisen und Bühnen erobern und dann wertgeschätzt zu sein, lieben sie und sind dann gern mit mir unterwegs und auch einmal mit bei einer Lesung dabei.
Peter Wawerzinek – Lyrik, Prosa, Kriminalromane, Kinderbücher, Drehbuch, Hörspiel

> Von Familie und Freunden erfahre ich unverdienter Maßen viel Milde und Nachsicht.
Dieter Höss – Lyrik, Satire, Humor

> Lassen Sie es mich so formulieren: Ich bin ihnen unendlich dankbar und bewundere sie zutiefst.
Udo Weinbörner – Lyrik, historische  und Gegenwartsromane, Hörspiele, Sachbücher


zurück zu den Fragen