Ist es Ihnen egal, wo Sie schreiben?

> Der Ort ist nicht egal. Ich will am liebsten allein sein, in der eigenen Wohnung.
Annette Schmitz-Dowidat – Prosa

Das wollen die meisten. In Ruhe, in absoluter Ruhe am eigenen Schreibtisch schreiben. Zwischen Büchern, Papieren, Zetteln, Stiften, am PC oder Laptop, mit der Kaffee- oder Teetasse daneben. Auch wenn zu bestimmten Zeiten ein Spaziergang, das Café oder eine Zugfahrt angebracht sein kann.

Aber es gibt auch die anderen, die lieber einen neutralen Ort außerhalb der eigenen vier Wände zum Schreiben aufsuchen. Und einige brauchen sogar „das volle Leben“.

 

 

> Am liebsten schreibe ich an meinem Schreibtisch, der früher so stand, dass ich in den Garten blicken konnte. Jetzt steht er inmitten meiner Bücherregale, da fühle ich mich am wohlsten.
Petra Hauser – Romane, Kurzgeschichten, Novellen, Kriminalromane


Zuhause bei Petra Hauser

> Hauptsache, ich bin ungestört. Ich kann notfalls auch in Hotelzimmern schreiben, aber am liebsten in meinen eigenen vier Wänden.
Tanja Kinkel – Prosa, Kriminalromane, Kinderbücher, Historische Romane, Fantasy, Thriller

> Viel frische Luft – und wenn ich nicht allein in der Wohnung bin: eine geschlossene Tür.
Alexa Thiesmeyer – Kriminalromane, Theatertexte

> Notizen, Betrachtungen, Ideen überall, auch konzeptionelles Arbeiten. Wobei ich oft und gern in Bussen, S-Bahnen, Zügen korrigiere. Konzentriertes Schreiben am liebsten am Schreibtisch. Hier sind die Nachschlagewerke, hier ist es möglich, Notizen auszubreiten oder notwendige Informationen zusammenzusuchen.
Sven J. Olsson – Theaterstücke, Reiseerzählungen, Romane

> Meist schreibe ich mit Laptop am Schreibtisch, aber ich kann fast genau so gut im Sommer auf dem Balkon sitzen oder im Winter vor dem Ofen im Wohnzimmer oder mich an einen anderen halbwegs ruhigen Ort in der Wohnung zurückziehen. Wichtiger ist, dass ich in bestimmten Phasen des Schreibens allein in der Wohnung sein muss, weil ich zwischendrin aufstehe und herumlaufe, ggf. anfange, Blumen zu gießen, Wäsche abzuhängen oder ähnliches zu tun, während ich über das, woran ich schreibe, weiter nachdenke.
Mischa Bach – Prosa, Kriminalromane, Drama, Drehbuch

> Ich habe einen Laptop, mit dem ich im ganzen Haus herumirre. Gern schreibe ich im Wohnzimmer, der Fernseher darf laufen, schön ist es, wenn meine Frau in der Nähe ist und liest.
Daniel Badraun – Kriminalromane, Kinderbücher

> Ich nutze jede Gelegenheit, auch im Urlaub, manchmal leider zum Leidwesen meiner Familie, da ich oft mit Stift und Papier unterwegs bin.
Andreas Rucks – Lyrik

> Ich brauche nicht unbedingt Ruhe, will aber ungestört sein. In einem Straßencafé voller Menschen schreibt es sich super, solange niemand mich anspricht.
Christian Linker – Jugendbücher, Kinderbücher

> Es muss einigermaßen störungsfrei sein. Zu Hause ist gut. Bibliothek ist besser. Café geht zur Not auch, wenn der Text schon einigermaßen fortgeschritten ist.
Ulrike Sandig – Lyrik, Prosa, Hörspiel

> Ich hab schon überall geschrieben, sogar in einem indischen Linienbus. Am häufigsten schreibe ich übrigens im Zug, allein schon durch die Geschwindigkeit hat man das Gefühl voranzukommen.
Thomas Kowa – Thriller, Krimi, Humor

 

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